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Biografie

Im Lexikon "Kunstschauplatz Salzburg, Künstler nach 1945": "Bernhard Vogel, geboren 1961 in Salzburg, lebt und arbeitet hier. International erfolgreichster Künstler Salzburgs, Lehrkurse und Seminare in ganz Europa, zahlreiche Publikationen u.a. bei Callwey München und Waterman Fine Art Ltd. London sowie Ausstellungen, u.a. in Wien, München, Hamburg, Berlin und London. Vertreten in Sammlungen wie der Albertina, Rudolf Leopold, Siemens Österreich und Deutschland, British Gas, The Abbey National Building Society, The Courtauld Institute, The Permanent Collection of the Works of art at the House of Commons, alle London, Staatliche graphische Sammlung München. Seit den ersten Einzelpräsentationen ab 1987 zahlreiche Auszeichnungen u.a. Dr. Ernst-Koref-Preis Linz 1989, 1. Preis des internationalen Kunstwettbewerbs für Aquarell, Fondazione Sinaide Ghi, Rom 1993, 1. Preis des Salzburger Kulturfonds 1999 und 1. Preis Südwestdeutscher Aquarellpreis 2000." (Autor: Anton Gugg)

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  • 1961
  • 1979
  • 1981
  • 1983
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  • 1987
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  • 1991
  • 1999

1961

geboren in Salzburg

1979

Matura (Humanistisches Gymnasium)

1981

Handelsakademiekolleg

1983

Aquarellseminare bei Irma Rafaela Toledo

1985

Sommerakademie Salzburg bei Anton Lehmden

1987

Freischaffender Künstler und Beginn der Ausstellungstätigkeit als Aquarellist

1990

Erste Ausstellung in London

1991

Stipendium als Stadtmaler in Leverkusen (Bayer AG)

1999

Eröffnung eines eigenen Kursateliers in Salzburg

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Vogels Aquarellkunst unterscheidet sich grundlegend von der auf Max Peiffer Watenphul zurückgehenden Salzburger Ausprägung dieser sensiblen Maldisziplin. Im Gegensatz zu zahlreichen Vertretern einer auf poetischer Formauflösung, zarte Farbgebung und impressionistischen Stimmungsgehalt abzielenden Salzburger Aquarellschule liegt der künstlerischer Ansatz Vogels in der Balance zwischen sachter Abstraktion und entschiedener Formprägnanz im Detail. Die in ganz Europa entstehenden Landschaften, Städtebilder und Blumenstillleben sind gekennzeichnet von struktureller Klarheit und kompositorischer Bestimmtheit. Der durchgehend kontrollierte Farbauftrag dient nicht der Imagination von „eindrucksmässiger“ Flüchtigkeit, sondern der Klärung räumlicher Verhältnisse, topografischer Gegebenheiten und bestimmter Beleuchtungssituationen.

Die Bewältigung komplizierter Perspektiven, die sich aus stark erhöhten Standorten ergeben, und vielfältiger, überraschender Überschneidungen steht im Zentrum der Aufgabenstellung. Dem stets analytisch vorgehenden Künstler bieten nicht nur berühmte „touristische“ Motive lohnendes Material. Industrieinterieurs und Nutzarchitekturen haben für den Künstler die Wertigkeit von Kathedralen, Weinbergen oder venezianischen Kanälen. Vogel setzt seine Erkundungen vom Raumstrukturen sowohl in Radierungen als auch in monumentalenCollagen um. Extreme Hoch- und Querformate bilden das spannungsreiche „Spielfeld“ stofflicher Reize, fotografischen Schriftmaterials und rein malerischer Werte. In diesen „Mixed Medias“ spiegelt sich das abstrakte Denken des Künstlers hinter einer illusionistisch- realistischen Schauseite des Bildes am stärksten.

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